Eine "prunkvolle Sitzung", wenn auch ohne Elferräte, bot der Sängerbund: glanzvoll die Kostüme, brillant das Programm, prächtig die Form der Akteure. Mächtig ins Zeug legten sich alle Mitwirkenden. Das bunt gemischte, niveauvolle Fünfeinhalb-Stunden-Programm mit Tanzunterhaltung fiel ganz nach dem Geschmack der begeisterten Gäste aus. Als Aushängeschild erwies sich wieder einmal das „Sternenteam". Im vollbesetzten Sängerheim entführte die vereinseigene Fastnachtsformation „Die goldenen Sterne", die sich auf eine Reise um die Welt begab, die Gäste in elf fremde Länder. Das Publikum durfte die Zahl der besuchten Nationen erraten. Am Schluss wurden gar wertvolle Preise verliehen.
Flott, fetzig und furios, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch: so imponierten die 20 Frauen, die von Tonkünstlerin Heide Bernstein einstudiert worden waren. Die „60er Jahre" (als Kulisse von Volker Langlotz gestaltet) holte die 21-köpfige „Sängerrunde" unter ihrem musikalischen Leiter Bernhard Scheurer und Schlagzeuger Harald Walter mit Hilfe eines Medleys zurück. Zu ihrem halbstündigen gesanglichen Auftritt brachten die Jungs auch drei weibliche Schönheiten mit. Eine bärenstarke Show legten die fünf Tanzpüppchen „Old Dancing Stars" vom Altersheim aufs Parkett. Ihre bislang verborgenen schauspielerischen Talente offenbarten „Schnauzbart" Klaus Bernstein und seine „Angebetete" Dietmar Becker.
Bereits seit 14 Jahren steht Emil Erbe mit seinem Akkordeon in der Bütt, dieses Mal kam er als "August" im Zirkus, der viele Neuigkeiten zu berichten wusste. Über die Schwächen und Stärken des schwachen und des starken Geschlechts stritten „Ehefrau" Elfriede Haag und „Ehemann" Bernd Seider. Als „Schwester Elfriede von der Krankenhaus-Männerstation" präsentierte sich Elfriede Haag, die manche Schwächen des starken Geschlechts aufdeckte. Sein Können als Alleskönner stellte der singende und musizierende „Gelegenheitsjobber Jupp" Helmut Belz unter Beweis. Viel Beifall gab es für die „Nationalhymne": „Wissädelä konnscht net wärrä".
Der Sängerbund bedankt sich bei allen Akteuren, die zum Erfolg beigetragen haben, besonders bei Volker Langlotz für die Dekoration und beim Küchenpersonal.